Ein kalter Dezemberabend
Hängt tief in den Gassen
Ein Licht flackert diffus
Die Straßen sind verlassen
Der Himmel deckt die Nacht
Blau der schwarzen Sorte
Ein hoffnungsloses Wispern
Im Wind der Schrei einer Pforte
Schnee fällt auf die Dächer
Qualm umweht die Essen
Ein Tuch bedeckt die Simse
Die Türen sind zerfressen
Kein Stern fällt durch die Wolken
Kein warmer Hauch
Eine Kerze in einer Laterne
Ihr Stahlgerüst im Rauch
Nebel ziehen Bahnen
Ein eisigkaltes Band
Die Stille nimmt den Atem
Ein Bettler an der Wand
Eis tanzt in der Luft
Im Pflaster bricht ein Riss
Stein und Fleisch zersplittern
In Winters hartem Biss
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Manche mögen’s kalt – ich bin einer davon. Dieses Bild so einer winterlichen Szene, wie ich sie hier probiert hab zu schaffen, finde ich wunderschön. Auch, wenn sie vielleicht letztendlich nicht wirklich so schön ist…
Vorsicht – jede Strophe ist anders zu lesen. Die Betonungen und die Metrik ändern sich zwar, man kann’s aber trotzdem flüssig runterlesen, wenn man weiß wie. Wenn’s nicht sofort klappt, einfach noch einmal (anders) probieren.