Ich stehe hoch im Abendwind
Mein Schatten streift die See
Die Sonne küsst den Horizont
Zartrosa glimmt die Wellenfront
Der Fels ragt in die Brandung
Der Stein, auf dem ich steh
Ich blicke in die Weite
Die Arme in der Breite
Vogelgleich hinausgestreckt
Die Luft in meinen Federn
Die Finger krumm wie Klauen
Vor Lust gebeugt die Brauen
Mein Auge hascht den Adlerflug
Ich wär so gern bei ihnen
Die Wasserkämme unter mir
So frei wie dieses Königstier
Die Wogen brechen gischtrig weiß
Sie rufen mir, heb ab!
Das Wort so schön in meinem Ohr
Dreh ich mich schraubengleich empor
Ich kann, ich bin, ich fliege
Ich gebe nichts ums Gleich
Das Jetzt und Nun ist überall
Mich schert kein freier Himmelfall