Archive for December, 2008

Schnüpfelchen

29. December 2008

“Nach unten, immer weiter!”
Freut sich die Nase heiter
“Ich lauf, ich renn, ich schwimme!”
(Mit leicht nasaler Stimme)

Sie läuft flink wie ein Hase
Sie rennt schnell wie ein Hund
Sie schwimmt, die rote Nase
Mit Schleimspur über’n Mund

“Nach unten, ohne Pause!”
Schlubbt sie fort von zu Hause
“Ich bin schon ziemlich tief!”
Quietscht sie recht schnoddrig – schnief!

Heidelied

27. December 2008

Sommermorgen in der Heide
Leiser Nebel deckt die Weide
Erika ruht süß und weich
Nachbar’nd einem kleinen Teich

Frisch ist es doch nimmer kalt
Sonnes Aug’ macht bäldig halt
Lacht den Tag lang auf das Feld
Malt bunte Farben in die Welt

Spitz- und Feldmaus kommen vor
Des Morgens Stimm’ im kleinen Ohr
Hoch drob’ am Himmel singen Spatzen
Tirili, ein helles Schwatzen

Lüneburg erwacht noch nicht
Bei dem ersten Tageslicht
Erst später unterm Wils’der Berg
Beginnet man das Tageswerk

Und während zart die Sonne wacht
Tanzt lieblich was durch’s Kraut und lacht
Ein großer rosa Elefant
Springt sanft durch Gräser, über Sand

Bezaubernd schön teilt sich das Licht
An Heidehimmels Blaugesicht
Ein Sommermorgen in der Heide
Ist schlicht die reinste Seelenweide

O du…

23. December 2008

Die Szene spielt im Kaufhaus
Zehntausend rennen rein, raus
Es ist die Zeit vorm Fest
Sie brauchen noch den Rest
Für Mutter, Sohn und Mann
Und wenn nicht jetzt, wann dann?

Ein witziges Getummel
An Stangen voller Fummel
Gestolper in den Gängen
Beschallt von Dummgesängen
Grabewühl durch Socken
Mit grünrotblauen Glocken
Das Ding da muss er mögen
Das mit den hübschen Bögen
In welcher Farbe? Bunt
In eckig oder rund?
Am besten beides, schnell
Es geht hier um’s Duell

Die Menschen überschlagen sich
Die Sache ist O dringendlich
Und mittendrin steht Amelie
Und Amelie bewegt sich nie
Denn Amelie ist tot

Zum Himmel hoch

21. December 2008

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit
Denn der da kommt ist dick und breit
Es ist der alte Weihnachtsmann
Der kaum noch steh’n und laufen kann

Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frau’n
Denn dort vor der Schwelle gibt es was zu schau’n
Der Weihnachtsmann verstopft das Haus
Und kommt nicht aus dem Rahmen raus

Doch lasst uns froh und munter sein
“Schaut alle in sein Säcklein rein!”
Es tönt durch die Lüfte ein frohlicher Schall
“Nun plündert den Alten, kommt schnell und kommt all’!”

“Morgen, Kinder, wird’s was geben!”
Brüllt der Dicke um sein Leben
“Und seht, wer nach dieser hochheiligen Nacht
Am Ende noch am lautesten lacht!”

Doch “Kling, Glöckchen, Klingeling” und Zack
Kriegt der Weißbart auf den Sack
Und süßer die Glocken nie klingen
Und jedermann hörte ihn singen

“Gnadenbringende Weihnachtszeit!”
Da war es dann dem Mann so weit
In stiller Nacht und in heiliger Nacht
Hat man ihn christlich kaltgemacht

Und leise rieselt der Schnee
Ins Loch in dem Eis auf dem See
Der Anker haft’ auf Erden
D’rum lasst uns froh und munter werden…

Klabautermannshymne

20. December 2008

Ich bin Pirat und hab das drauf
Spring oft auf and’re Schiffe rauf
Ich bin arg bös’ und hab ‘ne Klappe
Bein aus Holz und schwarze Kappe

Arr! ich bin Pirat
Arr! auf großer Fahrt
Arr! ich bin Pirat
Arr! mit schwarzem Bart

Du Flachlandratte, hör mir zu
Mein süßes Schiffchen heißt Peg-Sue
Auf ihr regiert kein Mensch als ich
Und das beileib’ nicht zimperlich

Arr! ich bin Pirat
Arr! auf großer Fahrt
Arr! ich bin Pirat
Arr! und schrecklich hart

Auf meiner Sue ist alles lot
Wir machen and’re Kutter tot
Gold und Silber wird gekapert
Weil’s sonst mit der Kneipe hapert

Arr! ich bin Pirat
Arr! auf großer Fahrt
Arr! ich bin Pirat
Arr! so hart mit Bart

Onkel-Karl-Heinz-Kekse

18. December 2008

Karl-Heinz ist in Pangsiohn
Seit mehr als fünfzehn Jahren schon
Davor war er Konditor-Meister
(Zuckerguss als Kuchen-Kleister)

Jeder mochte seine Teile
Lieb gebacken ohne Eile
Reich verziert und lockerleicht
So viel “süß”, dass es fein reicht

Im Ruhestand geht es ihm gut
Doch Karl-Heinz nicht nur ständig ruht:
Manchmal backt er tolle Plätzchen
Für die lieben Enkelschätzchen

Süßer Teig, leicht mürbe, weiß
Mini-Hubbel, kleiner Kreis
Und oben auf ein roter Fleck
Aus Marmelade, leckerschmeck

Karl-Heinzens Kekse sind ein Traum
Zergeh’n in Munde und auf Gaum’
Die Zeit “Advent” kannst du vergessen
Gibt’s keine Karl-Heinz-Keks’ zu essen

Gräulich

8. December 2008

Furz dich!, schreit das kleine Aas
Das mich vor der Bank auflas
Furz dich, du befurzter Mann!
Hände an der Nase dran
Furz dich, furz dich, immer wieder
Hin und her und laute Lieder
Gleich geht’s los und ich steh auf
Hau mit meiner Tasche rauf
Lass mich liegen hier, du Biest
Lass mich hier, wie du mich siehst
Oder schau sonst halt nicht her
Steh gleich auf, dann ist nichts mehr
Gern würd ich mit meiner Tasche
Gern würd ich mit meiner Flasche
Lass mich liegen nun, du Tier
Lass mich einfach liegen hier

Auf dem Weihnachtsmarkt

6. December 2008

Die Weihnacht rückt mal wieder an
Der erste Schnee liegt in den Ecken
Der Weihnachtsmarkt kommt, weil er kann
Die Kälte soll uns nicht verschrecken

Kuchen, Bratwurst und Gebäck
Sind wohl zum Großteil fast schon weg
Nur Glühwein gibt es nie zu knapp
Denn niemand geht vom Trinken ab

Und überall sind bunte Lichter
Und überall der Weihnachtsmann
Und platzen überall Gesichter
Und überall im Schnee und dann

Von drauß, vom Süden…

4. December 2008

Schaut nur hinaus, da ist er wieder
Mit dem schimmernden Gefieder!
Er kam von Süd, von wahrlich fern;
Da ist er manche Zeit recht gern.

Auf seinem Flug wuchs ihm ein Kleid,
Doch nun und hier ist es so weit:
Er wirft die Lasten träg hernieder,
Das glänzend schöne Flaumgefieder.

Und Fed um Feder fällt zu Erden,
Lässt unsre Welt ein Wunder werden.
Er hüllt uns ein in helles Weiß,
Der Vogel, der da “Winter” heiß.